Volkskrankheit Demenz: Wie unsere Gesellschaft damit umgeht

Volkskrankheit Demenz: Wie unsere Gesellschaft damit umgeht von perfekt-betreut.at

Von: perfekt-betreut.at  14.04.2016
Keywords: Altenpflege, Demenz, Häusliche Pflege

Science Talk des BMFWF und netdoktor.at, 16. November 2015, Aula der Wissenschaften, Wien Der 100. Todestag von Alois Alzheimer war der Anlass für eine Diskussionsrunde mit der Frage, wie unsere Gesellschaft mit Demenz umgeht. Alzheimer ist die am häufigsten auftretende Demenzkrankheit, wobei die Diagnose Alzheimer eine ausgiebige Untersuchung und Beobachtung voraussetzt. Grund dafür ist, dass physisch keine eindeutigen Marker erkennbar sind, die auf diese Krankheit eindeutig schließen lassen. Fr. Dr. Roller-Wirnsberger weist in der Diskussion darauf hin, dass nicht die Heilung als Primärziel der Behandlung betrachtet wird, sondern die Sicherstellung der höchstmöglichen Lebensqualität. Da Alzheimer eine Erkrankung ist, die sich meist über einen langen Zeitraum erstreckt, ist die Flexibilität in der Pflege und Betreuung ausschlaggebend. Es kann lt. Hrn. Oberndorfer nicht pauschal klassifiziert werden, ob die Pflege in den eigenen Wänden immer dem stationären Pflegemodell vorzuziehen ist – dies muss situationsbezogen und auch im Einklang mit dem Krankheitsstadium und den damit einhergehenden Symptomen (Selbständigkeit im Alltag, erhöhte Sturzgefahr, Vorbelastungen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle etc.) immer wieder neu evaluiert werden. Die 24-Stunden-Pflege kann besonders für den Beginn des Krankheitsverlaufs eine effektive und passende Betreuungsform sein. Herr Fenninger würde sich wünschen, dass die Unterstützung für pflegende Angehörige verbessert wird, nicht zuletzt weil 80% aller pflegebedürftigen Menschen von Angehörigen gepflegt werden. Es ist wichtig, dass immer der Mensch und nicht die Krankheit im Vordergrund steht. Hier wird eine allgemeine Tendenz unserer Lebensweise angesprochen: wir leben in einem Zeitalter der Optimierung, der Effizienzsteigerung, alles soll schneller und noch zielgerichteter funktionieren. Dadurch werden Schwächen in der Gesellschaft für uns problematisch, und wir müssen den Umgang mit Patienten neu lernen. Neu lernen, indem wir uns auf ein langsameres Tempo bewusst einlassen. Herr Dal-Bianco berichtet aus der Forschung, dass mit viel Anstrengung und Mitteln in diesem Bereich untersucht wird. Vor allem wird an einer Immuntherapie gearbeitet, die derzeit jedoch noch nicht ausreichend gut anspricht. Im Wesentlichen gibt es intensive Forschungstätigkeiten rund um das Thema Demenz und Alzheimer, entscheidende Fortschritte sind jedoch in näherer Zukunft noch nicht zu erwarten. Prinzipiell wird aus Perspektive der Forschung versucht die Krankheit so lange hinauszuzögern, bis wir sie nicht mehr erleben. Die wichtigste Komponente bleibt daher die Betreuung und Pflege von Alzheimerpatienten. In diesem Bereich wird eine adäquate Schulung und Ausbildung immer wichtiger. Eine neue Demenzstrategie soll in Kürze präsentiert werden. Wie bei allen anderen Gesundheitsfragen auch ist es hier von zentraler Bedeutung, dass der Bund wie auch die Länder eng zusammenarbeiten, um möglichst einheitliche Standards herzustellen.

Keywords: 24 Stunden Pflege, Altenpflege, Betreuung Zu Hause, Demenz, Häusliche Pflege, Pflege Daheim, Pflegestufe

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