Architektur als kultureller Beitrag ist Reaktion auf die sich
ständig verändernde Umwelt.
Solararchitektur ist heute eine der wichtigsten Methoden für den Ersatz
konventioneller Energien und für die Verringerung von
Umweltverschmutzung. Passive Sonnenenergienutzung, natürliche Kühlung
und Tagesbelichtung repräsentieren ein ganzes Spektrum von Strategien
zur Nutzung von Solarenergie in der Architektur.
Kennzeichnend
für Solararchitektur sind Gebäude, die Gewinnung, Speicherung und
Verwendung von (Sonnen-) Energie in den Entwurf miteinbeziehen:
Gebäude, bei denen die Art der Lüftung, die Lage einzelner Nutzungen,
die Materialien und die Planung der wärmeabgebenden Flächen
gestalterisch so auf das natürliche Energieangebot von der Sonne und
der Umgebung hin optimiert werden, dass ein möglichst geringer
Energieverbrauch und ein hoher solarer Beitrag entsteht, Gebäude, deren
Formgebung auf die Verschattung durch Bäume, die Geometrie der Sonne,
die Lage zum Wind, zum Wasser und auf die sie umgebenden Ressourcen
reagiert.
Solararchitektur ist vom Charakter her am Entwurf
orientiert und auf spezifische Gebäude bezogen. Es hat sich gezeigt,
dass es mit solaren Entwurfstechniken auf eine preiswerte Art und Weise
möglich ist, wohltemperierte Innenraumverhältnisse zu erzeugen, in
denen sich die Benutzer wohlfühlen.
Ein Passivhaus ist ein Gebäude, das von der Sonne, von inneren
Wärmequellen und von zurück gewonnener Wärme behaglich warm gehalten
wird - deshalb braucht es kein separates aktives Heizsystem mehr. Das
Passivhaus ist eine konsequente Weiterentwicklung des
Niedrigenergiehauses, benötigt aber um 80% weniger Heizenergie.
Umgerechnet in Heizöl kommt ein Passivhaus im Jahr mit weniger als 1,5
l pro Quadratmeter aus. Diese sensationelle Einsparung erreicht das
Passivhaus allein durch seine beiden Grundprinzipien: Wärmeverluste
vermeiden und freie Wärmegewinne optimieren!